Wappen | Pranger | Schloss | Dreifaltigkeitssäule
Johannesstatue | Brezerlbua | Pestsäule | Kriegerdenkmal | Brunnen


Schon im 12. Jh. findet sich in Urkunden der Name Bockfließ. In den unterschiedlichsten Schreibweisen - Pochulise, Pochvlise, Poxvlis, Pokchfliess - begegnet er uns immer wieder.
Die Grundherrschaft "mit kleiner Gerichtsbarkeit" erklärt die Bedeutung des Ortes durch die Jahrhunderte. Das Vorhandensein des Prangers mit unterirdischen Kerkerzellen mag als Beweis gelten.
Das Schloss (12. Jh.), die barocke Dreifaltigkeitssäule (1729) in der Ortsmitte, die Johannesstatue (1737) mit hölzernem Baldachin, die kleine Dreifaltigkeitsstatue "Brezerlbua" (1710) sind interessante Kulturdenkmäler. Die Pestsäule am östlichen Ortsausgang gibt Zeugnis jener schrecklichen Zeit.

Das 20. Jh. brachte auch für Bockfließ viele Neuerungen. Markant waren die Erdölfunde. Die "nickenden Pferdeköpfe" - Pumpenanlagen - wurden zum Wahrzeichen der Region.

Die geografische Lage am Übergang vom Marchfeld zum Hügelland bot den Bauern seit jeher gute Voraussetzungen. Getreide, Zuckerrüben, aber auch sämtliche Alternativfrüchte gedeihen bei uns. Hervorragende Weine - weiß und rot - reifen auf den vorwiegend nach Süden ausgerichteten Hügeln und werden vom Bauern dem Gast angeboten. Die Kellergasse lädt Freunde und Genießer ein.

Die Beschaffenheit der Landschaft und die unmittelbare Nähe zum Hochleithenwald laden zum Wandern und Radfahren ein. Auf gut markierten und großteils staubfreien Wegen kommen Sie immer nach Bockfließ. Vom Wiener Stadtrand sind es ca. 20km nach Bockfließ.

Gastronomische Betriebe für jeden laden zum Verweilen ein. Eine bunte Mischung an Gewerbebetrieben kann Ihnen so manchen Wunsch erfüllen.

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Wappen

1974 bekam die Marktgemeinde Bockfließ ein Wappen verliehen.

Die Marktgemeinde Bockfließ ist eine der ältesten des Landes:
• 1168 erste bekannte urkundliche Nennung.
• 1217 urkundlich eine Kirche in Bockfließ erwähnt.
• 1254 ist Bockfließ schon als Markt genannt.

 

Der Text der Urkunde:
Die Niederösterreichische Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom 2. Mai 1972 der Marktgemeinde Bockfließ die seit dem Jahre 1362 Marktrecht besitzt, bisher jedoch über kein eigenes Marktwappen verfügte, das Recht zur Führung des nachstehend beschriebenen und eingezeichneten Marktwappens verliehen:
Wappen von Bockfließ"In einem von Silber auf Schwarz schräglinks geteiltem Schild ein zum Sprunge ansetzender Geißbock in gewechselten Farben, der in seinem Maul eine grüne Weinranke mit ebensolcher Traube hält."
Die aus diesem Marktwappen abzuleitenden Farben der Marktfahne sind Schwarz Weiß Grün.
Die Verleihung dieses Marktwappens erfolgte im Gedenken an den 600-jährigen Besitz des Marktrechtes und in Anerkennung und Würdigung des Auf- und Ausbaues der kommunalen Einrichtungen der Marktgemeinde.
Gegeben im Landhause zu Wien und mit dem Siegel des Landes Niederösterreich bekräftigt am 29. Jänner 1974.
Maurer (Landeshauptmann), Czettel (Landeshauptmann Stellvertreter)

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Pranger

und unterirdische Arrestzelle

Pranger mit ausgestecktem Schwert

Von 1417 bis 1783 wurde der Pranger als Schandsäule verwendet. Bei exakt beschriebenen Vergehen wurde im "Markt" gerichtet: Prangerstehen (zum Gespött der Mitbürger) bzw. Arrest.
1789 entzieht Kaiser Joseph II. den Ortsrichtern die Strafvollzugsbarkeit. Daher sind nur noch wenige Pranger erhalten.

2 Wochen vor und nach den Markttagen - Markttage sind am Faschingsmontag und zu Laurenzi am 10. August - wird das Schwert zum Zeichen der Gerichtsbarkeit ausgesteckt.

 

Quelle: Bockfließ Heimatkundliche Beiträge von OSR VD Hermine Loderer.
Eigenverlag Marktgemeinde Bockfließ.

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Schloss

Schloss

"Brustwehr des Marchfeldes", "Fluchtort für die Bewohner", eine "wirkliche Veste" sind Bezeichnungen über das Schloss in mittelalterlichen Urkunden. Im 15. Jh. ist das Schloss als Wasserburg bekannt, im 18. Jh. wurde es zur kastellartigen Festung umgestaltet. Am alten Innentor sind die Kerben von Türkensäbeln erkennbar. Die Innenräume wurden 1809 und 1945 geplündert.
Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich.

 

Quelle: Bockfließ Heimatkundliche Beiträge von OSR VD Hermine Loderer.
Eigenverlag Marktgemeinde Bockfließ.

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Dreifaltigkeitssäule

Dreifaltigkeitssäule

Die Dreifaltigkeitssäule wurde 1729 an dieser Stelle von Hans Adam Graf von Abensperg und Traun errichtet, in Erfüllung eines Gelübdes für Errettung vor der Pest.

 

Quelle: Bockfließ Heimatkundliche Beiträge von OSR VD Hermine Loderer.
Eigenverlag Marktgemeinde Bockfließ.

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Johannesstatue

Johannesstatue

Die Johannessäule ließ der Geschäftsmann Franz Falkensamer 1737 errichten.
Das kunstvolle Schindeldach mit den vier hölzernen Säulen verfertigte 1935 der Zimmermeister Josef Zwang.
Johannessäulen stehen bei Gewässern, da der hl. Johannes nach einer Legende ins Wasser gestürzt wurde. An Stelle der Parkanlage gab es auch hier bis 1904 eine Schwemme. Die Straße war bis dahin an der Südseite. Die Säule stand 1904 - 1935 im Park.
Zu seinem Namenstag am 16. Mai wurde bis in die 30er Jahre nach der Maiandacht bei der Säule gebetet und gesungen.

 

Quelle: Bockfließ Heimatkundliche Beiträge von OSR VD Hermine Loderer.
Eigenverlag Marktgemeinde Bockfließ.

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Brezerlbua

Brezerlbua

Der "Brezerlbua" eine Dreifaltigkeitssäule aus Stein ist über 300 Jahre alt. Ursprünglich auf einem Pfarracker im Hochfeld errichtet, steht sie an der jetzigen Stelle seit Mitte des 20. Jh. Der Legende nach erinnert die Statue an einen Bäckerbuben, der beim Austragen von Gebäck von Wolkersdorf nach Auersthal erfror.

 

Quelle: Bockfließ Heimatkundliche Beiträge von OSR VD Hermine Loderer.
Eigenverlag Marktgemeinde Bockfließ.

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Pestsäule

Pestsäule

Die Pestsäule steht als Grabdenkmal auf Gräbern von Pesttoten. Die Gräber waren stets außerhalb des Ortes. Die Säule am damals östlichen Ortsrand ist bis heute erhalten und befindet sich jetzt neben dem Haus Hauptstraße Nr. 118. Sie erinnert an die Pestepidemie des Jahres 1713.

 

Quelle: Bockfließ Heimatkundliche Beiträge von OSR VD Hermine Loderer.
Eigenverlag Marktgemeinde Bockfließ.

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Kriegerdenkmal

Kriegerdenkmal

Das Kriegerdenkmal wurde 1956 vom Bildhauer Heribert Rath errichtet. Der heilige Georg mit dem Pferd, den Drachen tötend. Georg war ein Krieger im Morgenland, der für den Glauben den Martertod erlitt. Er ist ein Vorbild - der jugendliche, unbesiegbare Glaubensheld aus dem Soldatenstand.

 

Quelle: Bockfließ Heimatkundliche Beiträge von OSR VD Hermine Loderer.
Eigenverlag Marktgemeinde Bockfließ.

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Brunnen

Brunnen

Der Brunnen steht für die 1905 errichtete Wasserleitung, der schmiedeeiserne Weinstock erinnert an den Förderer des Obst- und Weinbaus (ehemaliger Landesgarten) und die Granitsteine an die frühe Befestigung der Hauptstraße und zweier wichtiger Nebenstraßen, die bis heute Landesstraßen geblieben sind (Kellergasse bis zum Hochbehälter und die Bahnstraße bis zum Bahnhof).
Landeshauptmann Mayer war auch Präsident der Landesbahn Stammersdorf - Auersthal, die 1903 eröffnet wurde.
Die Bronzegedenktafel, gestiftet von Dr. Mathias Mayer (Enkel) und Mag. Thomas Mayer (Urenkel), weist mit einigen Jahreszahlen auf die Bedeutung von Bockfließ in Vergangenheit und Gegenwart hin.

 

Text der Gedenktafel:
Marktbrunnen, errichtet im Jahre 1991, zur Erinnerung an den 50. Todestag des ersten Landeshauptmannes von NÖ, Johann Mayer (1858 - 1941), sowie an die von ihm im Jahre 1905 errichtete erste Dorfwasserleitung des Weinviertels.
1976 - 1986 Erneuerung, Erweiterung und Modernisierung der Wasserleitung unter Bürgermeister Dir. Alfred Esberger.

 

Quelle: Bockfließ Chronik 1975-2000 von Altbgm. OSR Alfred Esberger
Eigenverlag Marktgemeinde Bockfließ.

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